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September 2017

„KultIch auf‘m Campus“ – Jade Kulturwerk

25. September 10:00 - 18:00
Erdgeschoss [EG 1./2. Ebene] , Eintritt: frei

Studierende der Jade Hochschule

Fotoexperimente, das Spiel mit Schärfe und Licht, Farbe und Kontrasten – der Kunst mit der Kamera sind keine Grenzen gesetzt. Die Studierenden der Jade Hochschule konnten sich in den Fotokursen von Axel Biewer ausprobieren. Dabei sind berührende, überraschende und sehr ästhetische Aufnahmen entstanden, von denen eine kleine Auswahl in dieser Ausstellung zu sehen ist. Der Fotokurs wird, wie auch andere Kurse und Kooperationen mit kulturellen Einrichtungen, vom Jade Kulturwerk organisiert. Hier werden über den Vorlesungsplan hinaus Angebote geschaffen, in denen die Studierenden immer wieder neue Herausforderungen finden. 

 

Die Bildung des freien Subjekts‘ oder ‚Die Überwindung der Todesangst‘

25. September 10:15 - 11:00
Veranstaltungsraum 2 [V2 7. Ebene] , Eintritt: frei

Prof. Dr. Paul Cobben (Amsterdam)

(Ge-)Wichtige Bilder oder Audio-visuelle Produktion von Fettleibigkeit

25. September 11:00 - 12:30
Veranstaltungsraum 1 [V1 5. Ebene] , Eintritt: frei

Im 1972 veröffentlichten Film Volksmund oder: man ist, was man isst des Schweizer Regisseurs Markus Imhoof beschreibt der österreichische Experimentalfilmer und Künstler Peter Kubelka die grundlegende Beziehung zwischen Mensch und Essen in den folgenden Worten:

»Das Essen ist die folgenschwerste Beziehungnahme mit der Umwelt. Also, wenn man das vergleicht mit dem Schauen oder dem Hören …, aber das mit dem Essen ist ja, dass man gewissermaßen dauernd durchflutet ist von seiner Umwelt, und dass man einen Teil seiner Umwelt in sich aufnimmt. […] wie Meerestiere, niedrigere, die mit offenem Mund daliegen und sich alles hineinfächeln …«

Auf Basis exemplarischer szientifischer wie auch populärer Audiovisualisierungen sowie ihrer Verschränkungen mit zeitgenössischen Politiken der Sag- und Sichtbarkeiten versucht der Vortrag, den von Kubelka beschriebenen ‚schweren Folgen‘ dieser komplexen Ökologie auf die Spur zu kommen. Als der Ordnung des Sichtbaren zugehörig, lässt sich der fette Körper nicht einfach in die Ordnung des Sagbaren übersetzen, ist dem Diskurs aber zugleich weder vorgängig noch äußerlich, sondern (ko-)konstituiert diesen bzw. das Handlungsfeld Fettleibigkeit/Fatness ebenso mit, wie er von ihm verfertigt wird. So verstehen wir audiovisuell produziertes Fett-Sein als Sichtbarmachung, die stets mit Normalisierungsprozessen einhergeht und auf diese Weise ein historisch-spezifisches Feld von Sichtbarkeiten erzeugt, das in und durch spezifische/n Visualisierungtechnologien, -prak­tiken und -umgebungen wie Film, Fotografie und soziale Medien „imagineered“ (Tom Holert: Bildfähigkeiten) wird.

Handel in der Welt von morgen – wie das Internet das Einkaufen verändert

25. September 19:30 - 21:00
Veranstaltungsraum 1 [V1 5. Ebene] , Eintritt: frei

Prof. Dr. Stephan Kull, Fachbereich Wirtschaft, Jade Hochschule

Momentan werden im Durchschnitt über alle Branchen nur ca. zehn Prozent des Umsatzes im Einzelhandel online realisiert. Gleichwohl dient das Internet im Sinne eines Kanalwechsels auch als Informationsraum für spätere stationäre Käufe und wird immer mehr auch ein Ort sozialer Interaktion und virtueller Lebensraum. Der bisher stationäre Handel muss wichtige kritische Erfolgsfaktoren für die Internetwelt verinnerlichen, wenn er erfolgreich am Online-Geschehen teilnehmen möchte. Stationäre Händler sehen sich mit Online-Giganten wie Amazon, aber auch mit smarten Nischenanbietern wie z.B. mymüsli konfrontiert. Oft agieren sie selbst in vielschichtigen, übergreifend vernetzten Online- und Offlinekanälen, was sie zum „Omnichannel-Handel“ werden lässt. Aber auch die bestehenden Ladengeschäfte müssen ihre vorhandene Existenzberechtigung durch klare Positionierung gegenüber dem Online-Handel unter Beweis stellen. 

 

Die Shopper suchen und kaufen immer mehr über das Internet und haben mit dem Smartphone ihr „Digitales Schweizer Taschenmesser“ auch als Einkaufsbegleiter in der Hosentasche immer dabei.  So wandern immer mehr Umsätze in die internetbasierten Shoppingwelten oder werden zumindest digital begleitet. Insgesamt setzt ein Verschmelzungsprozess von Online- und Offline-Welten bei Anbietern und Nachfragern im Handel ein. Der Vortrag will wichtige Trends sowie daraus resultierende Veränderungen im Einkaufsprozess in Schlaglichtern beleuchten und so die Facetten einer möglichen zukünftigen Einkaufslandschaft skizzieren.

„KultIch auf‘m Campus“ – Jade Kulturwerk

26. September 10:00 - 18:00
Erdgeschoss [EG 1./2. Ebene] , Eintritt: frei

Studierende der Jade Hochschule

Fotoexperimente, das Spiel mit Schärfe und Licht, Farbe und Kontrasten – der Kunst mit der Kamera sind keine Grenzen gesetzt. Die Studierenden der Jade Hochschule konnten sich in den Fotokursen von Axel Biewer ausprobieren. Dabei sind berührende, überraschende und sehr ästhetische Aufnahmen entstanden, von denen eine kleine Auswahl in dieser Ausstellung zu sehen ist. Der Fotokurs wird, wie auch andere Kurse und Kooperationen mit kulturellen Einrichtungen, vom Jade Kulturwerk organisiert. Hier werden über den Vorlesungsplan hinaus Angebote geschaffen, in denen die Studierenden immer wieder neue Herausforderungen finden. 

 

Bleibt uns nur noch zu schweigen? – Sprachphänomenologische Überlegungen zu einer Sigetik angesichts der nachmetaphysischen Welt

26. September 18:15 - 20:00
Veranstaltungsraum 1 [V1 5. Ebene] , Eintritt: frei

Bleibt uns nur noch zu schweigen? – Sprachphänomenologische Überlegungen zu einer Sigetik angesichts der nachmetaphysischen Welt

Dr. Marcus Held (Universität Mainz)

Die Signatur eines jeden metaphysischen Denkens stützt sich auf eine vorgegebene einheitsstiftende Ordnung. Identitätsdenken, Ideenlehre und Hochschätzung der theoretischen Lebensform sind die wichtigsten Kennzeichen einer metaphysischen Denkhaltung – so Jürgen Habermas Befund. Was aber bleibt der „nachmetaphysischen“ Annäherung übrig, wenn wir von Gott reden wollen. Wie kann das Denken jeglicher einheitsstiftenden Dynamik entgehen, ohne dabei das Identitätsdenken, die Ideenlehre und die Hochschätzung der theoretischen Lebensform zu propagieren?

Das nachmetaphysische Denken der Welt hilft uns jenen Anspruch zu verwirklichen den Jacques Derrida mit dem Diktum des „Wie nicht sprechen“ belegt hat. Doch wird zu zeigen sein, dass dieses Diktum weit mehr Sprachräume eröffnet. Das „Wie nicht sprechen“ weist auf eine Schweigelehre hin, die sich an der Zeichenhaftigkeit des Wortes orientiert. Das Wort als designierendes Zeichen ist zum einen Gestalt und Bild, aber zugleich auch designiertes Zeichen, das sich auf die außer-sprachlichen Dinge und Phänomene beziehen kann, auf die man zeigen und die man demonstrieren kann, ohne jedoch grundlegend ein Identitätsdenken, eine Ideenlehre oder eine damit verbundene theoretische Lebensform annehmen zu müssen.

Eine sprachphänomenologische Schweigelehre weitet das Designatum in seiner Bedeutung und dem Sinn. Sie ermöglicht das von Habermas im metaphysischen Denken erahnte ontologische Simulakrum in eine Hermeneutik der Negativität zu wenden. Es wird eine Schweigerlehre zu entwerfen sein, indem das prozedurale Moment des Schweigens sich in dem außersprachlichen Bezeichnetem hingibt. Die Schweigelehre ist dann als das Vollzugsmoment des Sprachlichen zu verstehen. Das im Schweigen Entstehen der Bedeutungsweite durch die Erfahrung von Negativität Bedingte ist die Verschiebung von Vertrautheitsebenen. In der zu entwerfenden Schweigelehre ereignet sich durch die Weite eine Prägnanz eine entgegentretende Transzendenz in Gestalt der Hinweisung und Zuwendung, die der Metaphysik der Gegenwart entgegenläuft. Sie macht es in ihrem beredeten Schweigen die Substitute des Absoluten zu enthüllen und der Dekonstruktion des Sprachlichem zugänglich zu machen. Sie folgt damit der Empfehlung von Ludwig Wittgenstein die Götter zu zerstören und keinen neuen – etwas in der anwesenden Abwesenheit eines Götzen – zu schaffen.

Die zu entwerfende Schweigelehre macht deutlich, dass Theologie und Philosophie hier selbst zur Praxis werden, da sie zu dem neuen Selbst- und Weltverhältnis über eine Umwendung des Sprachlichen führen müssen. Wobei nur die Theologie es vermag die Metaphysik in ihren philosophischen Ansprüchen einer einheitsstiftenden Ordnung von Identitätsdenken, Ideenlehre und Hochschätzung der theoretischen Lebensform zu überwinden.

„KultIch auf‘m Campus“ – Jade Kulturwerk

27. September 10:00 - 18:00
Erdgeschoss [EG 1./2. Ebene] , Eintritt: frei

Studierende der Jade Hochschule

Fotoexperimente, das Spiel mit Schärfe und Licht, Farbe und Kontrasten – der Kunst mit der Kamera sind keine Grenzen gesetzt. Die Studierenden der Jade Hochschule konnten sich in den Fotokursen von Axel Biewer ausprobieren. Dabei sind berührende, überraschende und sehr ästhetische Aufnahmen entstanden, von denen eine kleine Auswahl in dieser Ausstellung zu sehen ist. Der Fotokurs wird, wie auch andere Kurse und Kooperationen mit kulturellen Einrichtungen, vom Jade Kulturwerk organisiert. Hier werden über den Vorlesungsplan hinaus Angebote geschaffen, in denen die Studierenden immer wieder neue Herausforderungen finden. 

 

„KultIch auf‘m Campus“ – Jade Kulturwerk

28. September 10:00 - 18:00
Erdgeschoss [EG 1./2. Ebene] , Eintritt: frei

Studierende der Jade Hochschule

Fotoexperimente, das Spiel mit Schärfe und Licht, Farbe und Kontrasten – der Kunst mit der Kamera sind keine Grenzen gesetzt. Die Studierenden der Jade Hochschule konnten sich in den Fotokursen von Axel Biewer ausprobieren. Dabei sind berührende, überraschende und sehr ästhetische Aufnahmen entstanden, von denen eine kleine Auswahl in dieser Ausstellung zu sehen ist. Der Fotokurs wird, wie auch andere Kurse und Kooperationen mit kulturellen Einrichtungen, vom Jade Kulturwerk organisiert. Hier werden über den Vorlesungsplan hinaus Angebote geschaffen, in denen die Studierenden immer wieder neue Herausforderungen finden. 

 

Die Konzeption von Normativität bei Habermas

28. September 18:00 - 19:00
Veranstaltungsraum 1 [V1 5. Ebene] , Eintritt: frei

Prof. em. Dr. Stefan Müller-Doohm

Müll im Meer – ein globales Umwelt-Problem auf dem Vormarsch in die Arktis

28. September 19:30 - 21:00
Veranstaltungsraum 1 [V1 5. Ebene] , Eintritt: frei

Dr. Melanie Bergmann, Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung Bremerhaven (AWI)

Die Belastung der Meere und Ozeane mit Müll ist ein Umweltproblem globalen Ausmaßes. Seit der Entdeckung der Müllwirbel und des Mikroplastiks (Kunststoffpartikel < 5mm) ist diese Thematik wieder stark in den öffentlichen Fokus gerückt. Den mit Abstand größten Anteil des Mülls in den Meeren bilden langlebige Kunststoffe, deren jährliche Produktion inzwischen auf weltweit 322 Millionen Tonnen angestiegen ist. Es wird prognostiziert, dass der jährliche globale Eintrag von landbasiertem Kunststoffmüll von rund 8 Millionen Tonnen im Jahr 2010 auf bis zu 250 Millionen Tonnen im Jahr 2025 ansteigen wird. Dennoch verzeichneten die meisten der wenigen bestehenden Zeitreihen bislang keinen eindeutigen Anstieg über die Zeit von Müll im Meer.

Seit 1999 betreibt das AWI Langzeituntersuchungen am Tiefsee-Observatorium HAUSGARTEN zwischen Grönland und Spitzbergen. Regelmäßig wiederholte Aufnahmen mit einer geschleppten Kamera in zeigten, dass der Müll am Meeresboden im Zeitraum zwischen 2002 und 2014 stark angestiegen ist. Damit ähnelt die Belastung in der Arktis der Mülldichte vergleichbarer Regionen in der Nähe von europäischen Ballungszentren. Auch an der Meeresoberfläche wurde treibender Müll und Mikroplastik entdeckt. An den Stränden Spitzbergens wird von Touristen mittlerweile nicht mehr nur die beeindruckende Aussicht genossen, sondern angeschwemmter Müll eingesammelt. Bereits über 80% der Eissturmvögel Spitzbergens verzehren heute Plastikmüll. Aus diesen Erkenntnissen heraus wurde das FRAM Pollution Observatory etabliert. In diesem Rahmen wird die Belastung von Müll / Mikroplastik im Meereis und Schnee, an der Meeresoberfläche, in der Wassersäule und Tiefsee-Sedimenten sowie an arktischen Stränden untersucht. In diesem Vortrag wird ein erster Ausschnitt der bisherigen Ergebnisse gezeigt und die Ursachen diskutiert. 

Bereits jetzt steht fest, dass das fragile Arktische Ökosystem parallel zum Klimawandel einem weiterem Umweltproblem ausgesetzt ist. Effektive Lösungen können nur durch grundlegende Veränderungen in unserem Verbrauch und Umgang mit Kunststoff auf internationaler Ebene herbeigeführt werden.

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